Tierfreund Deuschls Hof Lebenshof im Bayerischen Wald Pate werden

Unsere Tiere

Schweine

Unsere Schweine haben fast alle eine Geschichte, die mit dem Schlachthof geendet hätte. Heute haben sie Auslauf, Stroh, Gesellschaft – und Menschen, die sie hinter den Ohren kraulen.

Babe

Babe

bei uns seit Oktober 2014

Babe lebt seit Oktober 2014 bei uns. Eltern schenkten ihn ihrer Tochter zum 18. Geburtstag – sie meinten es wohl gut, aber das Geschenk war nicht gut genug durchdacht. Babe war damals noch sehr jung, er wurde erst im Juli 2014 geboren.

Da die Familie nicht ausreichend Platz für ein solches Tier hatte und ihn nicht versorgen konnte, musste er schon bald wieder ausziehen. Für die Tochter kam allerdings eine Schlachtung nicht in Frage – glücklicherweise. So suchte sie für ihn einen neuen Platz, kurzzeitig kam er auf einem Hof unter. Dort konnte er aber nicht auf Dauer bleiben, da die Besitzer ihn nicht endgültig übernehmen wollten. Das Tierheim in Straubing hatte auch keinen Platz für den Kleinen – und so landete er schließlich auf unserem Hof.

Er ist ein sehr goldiger und aufgeweckter Kerl, unglaublich neugierig und zutraulich. Er lässt sich gerne mal von uns hinter den Ohren kraulen. Wir ließen ihn kastrieren, und nun lebt er mit zwei anderen Schweinedamen zusammen. Die drei verstehen sich ausgezeichnet.

Stand des Textes: 2018

Sissi und Suzie

Sissi und Suzie

bei uns seit November 2014

Sissi und Suzie kamen im November 2014 zu uns auf den Hof. Sie stammen von einem Züchter in Kelheim, der sie finanziell wohl nicht mehr unterhalten konnte. Ein anderer Mann, Besitzer alter Kamerunschafe, wollte diese zeitgleich loswerden, da sie ihm kein Geld einbrachten. Also tauschten die beiden Männer – Schafe gegen Minischweine.

Der neue Besitzer der Schweine hielt acht bis zehn Tiere in einer einzigen Pferdebox, ohne Auslauf. Sie lebten dort in wirklich schlechten Verhältnissen und bekamen zu wenig zu fressen – als wir sie übernahmen, waren sie stark abgemagert. Als der Mann die Schweine nicht mehr wollte, stellte er sie in einer Anzeige ins Internet. Dort wurden wir auf sie aufmerksam und konnten Kontakt zum Halter aufnehmen.

Diese beiden konnten wir ihm abkaufen und retten – für den Rest der Bande konnten wir leider nichts mehr tun, der Mann ließ sie schlachten. Wir päppelten die zwei erst einmal wieder auf. Sie waren sehr verängstigt und scheu, es dauerte lange, bis sie endlich Vertrauen zu uns fassten – aber damit war zu rechnen, sie hatten schon viele schlechte Erfahrungen mit uns Menschen gemacht.

Unser Babe freute sich natürlich riesig über seine weibliche Gesellschaft, und die drei sind mittlerweile unzertrennbar. Sie sind weiterhin nicht so mutig und frech wie Babe, aber im Gegensatz zu früher sind sie doch sehr zutraulich geworden. Leckerlis nehmen sie immer gerne an.

Stand des Textes: 2018

Facobär

Facobär war ca. fünf Jahre alt, als er zu uns kam. Auch er hat eine ungewöhnliche Geschichte: Er wurde herrenlos auf dem Sünchinger Taubenmarkt gefunden. Dieser ist eine Art Kleintierbörse, bei der regelmäßig Tiere gehandelt und getauscht werden. Schweine werden dort allerdings nicht angeboten – bis heute weiß niemand, woher Facobär kam und wie er dorthin gelangt ist.

Er wurde bei der Gemeinde Sünching als Fundtier gemeldet, aber sein Besitzer meldete sich nicht, und auch kein anderer war bereit, ihn aufzunehmen. Daraufhin wurde mit dem Gedanken gespielt, ihn einschläfern zu lassen, da einfach kein Platz für ihn war. Der Bürgermeister von Sünching wollte aber nicht so schnell aufgeben und kämpfte für Facobär. Mit Unterstützung der Gemeinde konnte erreicht werden, dass er vorübergehend bei einem Bauern in einem kleinen Stall untergebracht wurde.

Da dies aber auch keine endgültige Lösung war, kam er letztendlich auf unseren Hof. Er lebt nun schon seit vielen Jahren bei uns und fasziniert uns Tag für Tag mit seiner Intelligenz und seiner liebenswürdigen Art.

Stand des Textes: 2015

Trixi

Trixi kam zusammen mit ihrer Schwester Mary im Alter von ca. zwei Jahren zu uns. Ihre Vorbesitzerin schaffte sie als „Minischweine“ an – aber die Schweine blieben nicht klein. Die Frau hatte bereits einen Eber und hatte sich eine Zucht vorgestellt, aber die Schweinedamen hatten andere Pläne: Mit dem Herrn vertrugen sie sich nämlich gar nicht. Da sie so keinen Nutzen hatten und die Vorstellungen der Halterin nicht erfüllten, wurden sie zur Abgabe ausgeschrieben.

Die beiden hingen sehr aneinander, und so nahmen wir beide zusammen bei uns auf. Im Januar 2015 verstarb Mary leider im Alter von 16 Jahren eines natürlichen Todes. Trixi litt sehr unter dem Verlust und trauert auch heute noch um ihre Gefährtin. Sie lässt keine anderen Schweine an sich heran und toleriert deren Nähe nicht – darum hat sie ein Gehege für sich alleine.

Aber Gesellschaft hat sie trotzdem: Unsere Hühner und sie verbindet eine ganz besondere Freundschaft. Sie fressen aus denselben Näpfen, schlafen nachts zusammen in Trixis Hütte und verbringen viel Zeit gemeinsam.

Stand des Textes: 2017

Bilder

Schweine
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