
Cindy
bei uns seit April 2018
Die kleine Cindy kam im April 2018 zu uns. Sie hat einen langen und grausamen Weg hinter sich. Sie wurde in Rumänien in der Nähe eines Tierheims gefunden – völlig verängstigt und ausgehungert lag sie am Straßenrand. Keiner weiß, wie lange sie schon so dort lag und was der Armen passiert ist. Die Besitzerin des Tierheims entdeckte sie und nahm sie mit.
Zuhause fiel dann auf, dass die junge Hündin ihre Hinterbeine kaum bewegen konnte, sie schienen wie gelähmt. Der Tierarzt, der sie sich ansah, stellte fest, dass die Hüfte stark verletzt war, und empfahl eine Operation – allerdings hatte er selbst nicht die nötigen fachlichen Kenntnisse dazu. Er vermutete, Cindy sollte erschlagen werden, was leider nicht unüblich ist in Rumänien, oder dass sie misshandelt wurde.
Die Tierheimbesitzerin schickte Fotos an die Rottaler Tierfreunde, mit denen wir auch kooperieren. Der Verein war so gerührt von der Geschichte, dass er sich bereit erklärte, die OP-Kosten zu übernehmen, wenn Cindy nach Deutschland kommen würde. Bis sie ausreisen durfte, dauerte es aufgrund der notwendigen Impfungen noch weitere vier Wochen. Bis dahin waren ihre Beine schon wieder etwas beweglicher geworden, und in einer deutschen Tierklinik stellte sich nach Untersuchung und Röntgen heraus, dass sie „nur“ starke Prellungen hatte und keine OP notwendig war.
Die Vorstellung, was die arme Hündin in ihrem jungen Alter bereits alles mitgemacht haben muss, ist kaum zu ertragen. Die Rottaler Tierfreunde erzählten uns von dem Fall, und wir überlegten nicht lange: Wir wollten dieser armen Seele ein neues, endgültiges Zuhause geben – einen Ort, an dem sie keine Angst mehr haben muss, sich wohlfühlt und viel Liebe spürt. Mittlerweile hat sie sich wieder einigermaßen erholt und kann auch schon wieder laufen. Sie ist ein sehr aufgeweckter, verspielter Hund und hat die Herzen der Familie im Sturm erobert.
Stand des Textes: 2018





